Maklerschaufenster gestalten: Der komplette Leitfaden
Das Schaufenster ist die Visitenkarte jedes Immobilienbüros. Ob in der Münchner Innenstadt, in einer Einkaufsstraße in Hamburg oder in einer Kleinstadt im Schwarzwald — Passanten entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sie stehenbleiben oder weitergehen. Ein professionell gestaltetes Maklerschaufenster zieht Blicke an, weckt Interesse an Objekten und signalisiert Kompetenz. Trotzdem unterschätzen viele Makler das Potenzial ihrer Schaufensterfläche. Vergilbte Papieraushänge, uneinheitliche Formate und schlechte Beleuchtung vermitteln nicht den Eindruck, den ein modernes Immobilienbüro braucht.
Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch die komplette Gestaltung Ihres Schaufensters — von der ersten Planung über die Auswahl der richtigen Displaysysteme bis hin zu konkreten Einrichtungstipps. Egal ob Sie Ihr bestehendes Immobilienbüro-Schaufenster modernisieren oder eine neue Filiale einrichten: Hier finden Sie alle Informationen, die Sie für eine fundierte Entscheidung brauchen.
Warum das Schaufenster für Immobilienmakler so wichtig ist
Ein Immobilienbüro lebt von Vertrauen und Sichtbarkeit. Während Online-Portale den digitalen Erstkontakt dominieren, bleibt das physische Schaufenster ein entscheidender Touchpoint — besonders für die lokale Wahrnehmung. Studien zur Passantenfrequenz zeigen, dass ein attraktiv gestaltetes Schaufenster die Laufkundschaft um bis zu 30 Prozent steigern kann. Für Makler bedeutet das: Mehr potenzielle Eigentümer und Kaufinteressenten, die Ihr Büro bewusst wahrnehmen.
In Städten wie Frankfurt, Düsseldorf oder Stuttgart, wo Immobilienbüros oft in frequentierten Lagen sitzen, ist der Wettbewerb um Aufmerksamkeit besonders hoch. Aber auch in ländlichen Regionen — etwa am Ammersee, im Allgäu oder an der Ostseeküste — profitieren Makler von einem professionellen Auftritt. Denn gerade dort, wo persönliche Empfehlungen und lokale Präsenz zählen, macht das Schaufenster den Unterschied zwischen einem beliebigen Büro und dem Experten vor Ort.
Die Planungsphase: Grundlagen vor dem Kauf
Schaufensterfläche analysieren
Bevor Sie in Displaysysteme investieren, vermessen Sie Ihre Schaufensterfläche sorgfältig. Notieren Sie Breite, Höhe und Tiefe der nutzbaren Fläche. Achten Sie dabei auf Besonderheiten wie Heizkörper, Steckdosen, Fensterbänke oder Pfeiler, die die Platzierung einschränken könnten. Auch die Glasfläche selbst spielt eine Rolle: Steht das Schaufenster im Norden, haben Sie kaum direktes Sonnenlicht. Bei Süd- oder Westausrichtung müssen Sie mit Blendeffekten und erhöhter UV-Strahlung rechnen, was die Wahl der Displaybeleuchtung beeinflusst.
Fotografieren Sie Ihr Schaufenster zu verschiedenen Tageszeiten — morgens, mittags, abends und nachts. So erkennen Sie, wie die Lichtverhältnisse sich verändern und ob Ihre Displays auch nach Ladenschluss wirken. Gerade die Abendwirkung ist entscheidend: In vielen Innenstadtlagen, ob in Köln, Leipzig oder Nürnberg, sind die Fußgängerzonen abends belebt, und ein beleuchtetes Schaufenster arbeitet für Sie, auch wenn das Büro geschlossen ist.
Zielgruppe und Standort berücksichtigen
Überlegen Sie, wer an Ihrem Schaufenster vorbeiläuft. In einer Fußgängerzone mit hoher Frequenz haben Sie wenige Sekunden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen — hier zählen große, leuchtstarke Displays mit wenigen, hochwertigen Exposés. In einer Wohnstraße oder einem Stadtteilzentrum verweilen Passanten eher und studieren die Aushänge detaillierter. Dort können Sie mehr Objekte zeigen und mit zusätzlichen Informationen arbeiten.
Auch die Art Ihrer Objekte bestimmt die Gestaltung. Makler, die Luxusimmobilien in Regionen wie am Starnberger See, auf Sylt oder in Baden-Baden vermitteln, setzen auf wenige, großformatige Präsentationen mit viel Weißraum. Wer dagegen ein breites Portfolio von Mietwohnungen in Berlin, Dresden oder dem Ruhrgebiet betreut, braucht Platz für mehr Objekte und häufigeren Wechsel.
Budget realistisch planen
Die Investition in ein professionelles Schaufenster amortisiert sich in der Regel schnell — vorausgesetzt, Sie planen vorausschauend. Kalkulieren Sie nicht nur die Anschaffungskosten der Displays, sondern auch Montage, Grafikdesign für die Exposés, regelmäßigen Austausch der Inhalte und Stromkosten. Ein LED-Displaysystem verbraucht je nach Größe und Anzahl der Panels nur wenige Euro pro Monat an Strom, bietet aber eine Wirkung, die klassische Papieraushänge bei Weitem übertrifft.
Für den Einstieg eignen sich fertig zusammengestellte Komplettpakete, die alle Komponenten enthalten und die Planung deutlich vereinfachen. So vermeiden Sie Fehlkäufe und haben von Anfang an ein stimmiges Gesamtbild.
LED-Exposé-Displaysysteme: Der Kern jedes Maklerschaufensters
LED-beleuchtete Exposé-Displays sind heute der Standard in professionell eingerichteten Immobilienbüros. Sie ersetzen die klassischen Papieraushänge durch hinterleuchtete Acrylrahmen, die Exposés brillant und aufmerksamkeitsstark präsentieren — bei Tag und bei Nacht. Einen detaillierten Vergleich der verschiedenen Systeme finden Sie in unserem Ratgeber zu LED-Exposé-Displays.
LED-Seilsysteme: Flexibel und elegant
LED-Seilsysteme bestehen aus Edelstahlseilen, die an der Decke befestigt werden, an denen die beleuchteten Displaytaschen positioniert werden können. Dieses System bietet maximale Flexibilität: Sie können die Höhe individuell anpassen, Taschen hinzufügen oder entfernen und das gesamte Layout mit wenigen Handgriffen ändern.
Seilsysteme eignen sich für alle Schaufenster. Egal ob geradem oder schrägen Deckenverlauf. Sie wirken leicht und modern, ohne die Sicht ins Büro zu versperren — ein Vorteil, wenn Sie möchten, dass Passanten auch einen Blick auf Ihr Interieur werfen können. In Maklerbüros von Rosenheim bis Flensburg sind Seilsysteme deshalb die beliebteste Wahl.
Typische Konfigurationen reichen von zwei Seilsträngen mit je drei Taschen im Format DIN A4 Hochformat für kleine Schaufenster bis hin zu sechs oder acht Strängen mit gemischten Formaten für breite Schaufensterfronten. Die Taschen sind in der Regel einseitig oder doppelseitig beleuchtet — doppelseitige Varianten lohnen sich, wenn das Schaufenster auch von innen sichtbar sein soll, etwa in Ecklagen.
LED-Standdisplays: Frei positionierbar ohne Montage
Nicht jedes Büro erlaubt Bohrlöcher in Decke und Boden — etwa in historischen Gebäuden in Regensburg, Potsdam oder der Lübecker Altstadt, wo Denkmalschutz gilt. Hier kommen LED-Standdisplays ins Spiel. Diese freistehenden Systeme benötigen lediglich eine Steckdose und lassen sich ohne jegliche Montage aufstellen.
Standdisplays gibt es als schlanke Einzelständer oder als mehrstufige Bodenaufsteller, die mehrere Exposés auf verschiedenen Ebenen präsentieren. Ihre Stärke liegt in der Mobilität: Sie können Standdisplays bei Bedarf umstellen, für Veranstaltungen mitnehmen oder saisonal anders arrangieren. Gerade für Makler, die häufig Messeauftritte haben oder ihre Präsentation regelmäßig umgestalten, sind Standdisplays eine praktische Lösung.
LED-Wanddisplays: Platzsparend an der Wand
Wenn die Schaufensterfläche begrenzt ist oder Sie die Rückwand des Schaufensters nutzen möchten, bieten sich LED-Wanddisplays an. Diese werden direkt an der Wand montiert und nehmen keinen Bodenplatz ein. Das Ergebnis ist ein aufgeräumtes, galerie-artiges Erscheinungsbild, das Exposés wie gerahmte Bilder wirken lässt.
Wanddisplays lassen sich gut mit Seilsystemen kombinieren. Eine bewährte Anordnung: Seilsysteme im vorderen Schaufensterbereich für die Topangebote und Wanddisplays an der Rückwand für weitere Objekte. So nutzen Sie die Tiefe des Schaufensters optimal aus und schaffen eine mehrdimensionale Präsentation.
Digitale Displays: Das Schaufenster der Zukunft
Neben den bewährten LED-Acryl-Displaysystemen setzen immer mehr Immobilienmakler auf digitale Displays. Bildschirmbasierte Systeme ermöglichen es, Exposés, Slideshows, Videos und sogar interaktive Inhalte im Schaufenster zu zeigen. Die Unterschiede und jeweiligen Vorteile beider Systeme beleuchtet unser Vergleichsartikel Digitales Schaufenster vs. LED-Displays.
Der große Vorteil digitaler Displays liegt in der Flexibilität der Inhalte. Statt einzelne Exposés drucken und austauschen zu müssen, aktualisieren Sie Ihre Präsentation per Software. Neue Objekte können innerhalb von Minuten im Schaufenster erscheinen, verkaufte Immobilien werden sofort entfernt oder als Referenz markiert. Für Büros in stark frequentierten Lagen, etwa in der Hamburger Innenstadt, am Berliner Kurfürstendamm oder in der Münchner Maximilianstraße, bedeutet das: Immer aktuelle Inhalte ohne manuellen Aufwand.
Digitale Screens eignen sich zudem hervorragend für die Kombination verschiedener Inhaltstypen. Morgens zeigen Sie aktuelle Objekte, nachmittags lassen Sie eine Imagesequenz mit virtuellen Rundgängen laufen, abends präsentieren Sie Referenzen und Kundenstimmen. Diese Dynamik erzeugt Aufmerksamkeit und gibt Passanten bei jedem Vorbeigehen etwas Neues zu sehen.
Beachten Sie bei der Planung, dass digitale Displays je nach Bildschirmhelligkeit bei direkter Sonneneinstrahlung an Sichtbarkeit verlieren können. Für Schaufenster mit Südausrichtung sollten Sie auf High-Brightness-Modelle achten, die speziell für den Einsatz in Schaufenstern konzipiert sind.
Professionelle Außenwirkung mit 3D-Buchstaben und Logos
Die Gestaltung des Schaufensters endet nicht bei den Exposé-Displays. Ihr Firmenname und Ihr Logo an der Fassade sind das Erste, was Passanten aus der Entfernung wahrnehmen. 3D-Buchstaben und Logos verleihen Ihrem Büro eine hochwertige, unverwechselbare Außenwirkung.
Im Gegensatz zu einfachen Folienbeklebungen erzeugen dreidimensionale Buchstaben Tiefe und Plastizität. Je nach Material — Acrylglas, Edelstahl oder Aluminium — entstehen ganz unterschiedliche Wirkungen. Hinterleuchtete 3D-Buchstaben sind besonders wirkungsvoll, da sie auch in den Abendstunden sichtbar bleiben und einen modernen, professionellen Eindruck hinterlassen. Weiterführende Informationen zur Außengestaltung finden Sie in unserem Ratgeber zur Fassadenbeschriftung für Immobilienbüros.
Achten Sie bei der Planung darauf, eventuelle Genehmigungen einzuholen. Viele Kommunen — von Augsburg über Kassel bis Rostock — haben Gestaltungssatzungen, die Größe, Farbe und Leuchtmittel von Außenwerbung regulieren. Informieren Sie sich vorab bei Ihrem Bauamt oder beauftragen Sie eine Fachfirma, die sich mit den lokalen Vorschriften auskennt.
Komplettpakete: Der einfache Einstieg
Wer nicht jede Komponente einzeln zusammenstellen möchte, findet in den Komplettpaketen für Maklerschaufenster eine komfortable Lösung. Diese Pakete enthalten alle nötigen Bestandteile — von den Displaysystemen über Befestigungsmaterial bis hin zu den passenden Kabeln und Netzteilen. Das spart nicht nur Recherchezeit, sondern stellt auch sicher, dass alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind.
Komplettpakete gibt es in verschiedenen Größen, abgestimmt auf unterschiedliche Schaufensterbreiten und Budgets. Vom Einsteigerpaket mit vier LED-Taschen für ein schmales Schaufenster bis zum Premiumpaket für breite Schaufensterfronten mit zwölf oder mehr Taschen in gemischten Formaten ist alles verfügbar. Viele Makler, die gerade ihr erstes eigenes Büro eröffnen — sei es in Mainz, Kiel oder Heidelberg — starten mit einem Komplettpaket und erweitern ihr System später nach Bedarf.
Gestaltungstipps und Best Practices
Beleuchtung richtig einsetzen
Die Beleuchtung ist der wichtigste Faktor für die Wirkung Ihres Schaufensters. LED-Displaysysteme bringen ihre eigene Beleuchtung mit, aber das Gesamtbild profitiert enorm von einer durchdachten Zusatzbeleuchtung. Setzen Sie auf indirektes Licht, das den Raum insgesamt aufhellt, ohne Reflexionen auf der Glasscheibe zu erzeugen. Vermeiden Sie Spots, die direkt auf die Glasfläche gerichtet sind — diese erzeugen Blendflecken und machen die Displays schlechter lesbar.
Exposé-Anordnung mit System
Ordnen Sie Ihre Exposés nicht zufällig an. Platzieren Sie die attraktivsten Objekte auf Augenhöhe — etwa zwischen 140 und 170 Zentimeter — in der Mitte des Schaufensters. Das sind die Positionen, die Passanten zuerst wahrnehmen. Hochpreisige oder besonders attraktive Immobilien gehören in die besten Plätze.
Arbeiten Sie mit einer klaren Hierarchie: Wenige Objekte groß präsentieren wirkt hochwertiger als viele Objekte eng aneinandergereiht. Als Faustregel gilt: Maximal 60 bis 70 Prozent der verfügbaren Fläche sollten belegt sein. Der verbleibende Freiraum gibt den einzelnen Exposés Luft und macht das Gesamtbild ruhiger und einladender.
Sortieren Sie nach einem für den Betrachter nachvollziehbaren System — etwa nach Region, Preiskategorie oder Objekttyp (Eigentum links, Miete rechts). Ein kleines Beschriftungsschild oder eine dezente Unterteilung hilft der Orientierung.
Saisonale und thematische Aktualisierung
Ein Schaufenster, das sich nie verändert, wird unsichtbar. Planen Sie regelmäßige Aktualisierungen ein — mindestens alle zwei bis drei Wochen sollten Sie Objekte austauschen. Noch besser: Nutzen Sie saisonale Themen, um Abwechslung zu schaffen. Im Frühling können Sie Objekte mit Garten oder Terrasse in den Vordergrund stellen, im Herbst kuschelige Wohnungen mit Kaminöfen, vor Weihnachten festlich dekorierte Häuser.
Auch lokale Ereignisse bieten Anlass für thematische Gestaltung. Während des Oktoberfests in München, der Kieler Woche oder des Kölner Karnevals können Sie regionale Bezüge herstellen und so die lokale Verbundenheit Ihres Büros unterstreichen. Das wirkt authentisch und schafft Gesprächsanlässe.
Die richtige Exposé-Gestaltung
Die besten Displays nützen wenig, wenn die gezeigten Exposés nicht überzeugen. Investieren Sie in professionelle Immobilienfotos — bei Tageslicht aufgenommen, mit klaren Perspektiven und ansprechender Aufbereitung. Vermeiden Sie überladene Exposés mit zu viel Text: Im Schaufenster zählen ein starkes Hauptbild, die wichtigsten Eckdaten (Lage, Fläche, Zimmeranzahl, Preis) und ein klarer Call-to-Action wie Ihre Telefonnummer oder ein QR-Code zur Online-Ansicht.
Achten Sie auf einheitliche Designvorlagen. Alle Exposés sollten dasselbe Layout, dieselben Schriftarten und Ihre Unternehmensfarben verwenden. Das stärkt die Markenwahrnehmung und sorgt für ein professionelles, aufgeräumtes Erscheinungsbild. Tipps zur wirkungsvollen Objektbewerbung finden Sie auch in unserem Artikel zur Objektbewerbung für Makler.
Glasfläche und Sauberkeit
Ein oft unterschätzter Punkt: Die Schaufensterscheibe selbst. Fingerabdrücke, Staub und Wasserflecken mindern die Wirkung jeder noch so hochwertigen Displaypräsentation. Reinigen Sie die Glasfläche mindestens einmal pro Woche von außen und innen. Besonders in Großstädten mit hoher Feinstaubbelastung oder in Straßen mit Straßenbahnverkehr setzen sich Schmutzpartikel schnell ab.
Auch die Rückseite des Schaufensters verdient Aufmerksamkeit. Kabel sollten ordentlich verlegt sein, Steckdosenleisten versteckt und der Boden des Schaufensterbereichs sauber gehalten werden. Was von außen als unordentlicher Hintergrund sichtbar ist, schadet dem professionellen Eindruck.
Kosten und ROI: Was Sie investieren und was Sie zurückbekommen
Typische Investitionskosten
Die Kosten für eine professionelle Schaufenstergestaltung hängen von Größe, System und Umfang ab. Als grobe Orientierung:
- Kleines Schaufenster (bis 2 Meter Breite): Ein Seilsystem mit 4-6 LED-Taschen im Format A4 liegt typischerweise im unteren vierstelligen Bereich. Das ist eine solide Basisausstattung für kleinere Büros.
- Mittleres Schaufenster (2-4 Meter Breite): Hier kommen 8-12 LED-Taschen zum Einsatz, eventuell ergänzt durch Wanddisplays. Die Investition bewegt sich im mittleren vierstelligen Bereich.
- Großes Schaufenster oder Ecklage (ab 4 Meter): Für breite Fronten oder Eckschaufenster, wie sie in Einkaufsstraßen in Bremen, Dortmund oder Mannheim häufig vorkommen, planen Sie eine Ausstattung mit 12+ Taschen, eventuell kombiniert mit einem digitalen Display. Die Investition liegt im oberen vierstelligen Bereich.
- 3D-Buchstaben und Fassadengestaltung: Je nach Material, Größe und Beleuchtung variieren die Kosten erheblich. Einfache Acrylbuchstaben sind deutlich günstiger als hinterleuchtete Edelstahlbuchstaben.
In der Shopausstattung finden Sie einen Überblick über alle verfügbaren Systeme und Preisklassen.
Laufende Kosten gering halten
LED-Systeme sind im Betrieb äußerst sparsam. Der Stromverbrauch eines typischen LED-Displaysystems mit acht Taschen liegt bei etwa 50 bis 80 Watt — vergleichbar mit einer herkömmlichen Glühbirne. Selbst bei Betrieb rund um die Uhr bleiben die monatlichen Stromkosten im einstelligen Euro-Bereich. LEDs haben zudem eine Lebensdauer von ca. 100.000 Stunden und mehr, sodass ein Leuchtmitteltausch über Jahre kein Thema ist.
Der größte laufende Kostenfaktor ist der Druck der Exposés. Bei regelmäßiger Aktualisierung — was empfehlenswert ist — fallen monatlich Druckkosten an. Diese lassen sich minimieren, indem Sie auf hochwertigen Tintenstrahl- oder Laserdruck im eigenen Büro setzen und geeignetes Spezialpapier verwenden. Alternativ bieten lokale Druckdienstleister oft günstige Konditionen bei regelmäßigen Aufträgen.
Den Return on Investment realistisch einschätzen
Die Amortisation einer professionellen Schaufenstergestaltung lässt sich schwer exakt beziffern, da der Effekt auf Akquise und Markenwirkung nicht isoliert messbar ist. Erfahrungswerte aus der Branche zeigen jedoch: Ein einziger zusätzlicher Vermittlungsauftrag, der durch die verbesserte Schaufensterpräsenz gewonnen wird, deckt die Investition in der Regel mehr als ab. Bei durchschnittlichen Maklerprovisionen reicht schon ein einzelner zusätzlicher Abschluss pro Jahr, um das System mehrfach zu refinanzieren.
Hinzu kommen indirekte Effekte: Eigentümer, die einen professionellen Auftritt sehen, beauftragen eher den Makler mit der überzeugenden Präsenz als den Konkurrenten mit dem leeren Schaufenster. Und Bestandskunden empfinden ein gepflegtes Erscheinungsbild als Bestätigung ihrer Entscheidung — das stärkt die Kundenbindung und die Weiterempfehlungsrate.
Schritt für Schritt zum fertigen Maklerschaufenster
Zum Abschluss eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Schritte, wenn Sie Ihr Immobilienbüro-Schaufenster einrichten oder modernisieren möchten:
- Schaufenster vermessen — Breite, Höhe, Tiefe notieren, Hindernisse dokumentieren, Stromanschlüsse prüfen.
- Lichtverhältnisse prüfen — Fotos zu verschiedenen Tageszeiten machen, Himmelsrichtung beachten.
- Budget festlegen — Anschaffung plus laufende Kosten kalkulieren, schrittweisen Ausbau einplanen.
- Displaysystem wählen — Seilsystem, Standdisplay, Wanddisplay oder Kombination, je nach Raumsituation und Nutzung.
- Zusatzelemente planen — 3D-Buchstaben, digitale Displays, Beleuchtungskonzept.
- Professionelle Exposés erstellen — Einheitliches Design, starke Fotos, klare Informationen.
- Montage und Einrichtung — Sorgfältige Installation, Kabelmanagement, Testlauf.
- Regelmäßige Pflege einplanen — Inhaltliche Aktualisierung, Scheibenreinigung, Funktionsprüfung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches Displaysystem eignet sich am besten für ein kleines Schaufenster?
Für kleine Schaufenster bis etwa zwei Meter Breite sind LED-Seilsysteme mit vier bis sechs Taschen die beste Wahl. Sie nutzen die Höhe des Fensters aus, ohne viel Grundfläche zu beanspruchen. Alternativ eignen sich Wanddisplays, wenn die Schaufenstertiefe gering ist. In unserem LED-Display-Vergleich finden Sie eine detaillierte Gegenüberstellung aller Systeme.
Brauche ich eine Genehmigung für LED-Displays im Schaufenster?
LED-Displays, die sich innerhalb des Schaufensters befinden, sind in der Regel genehmigungsfrei, da sie als Innenraumgestaltung gelten. Anders sieht es bei Außenwerbung aus: 3D-Buchstaben, Leuchtkästen oder Displays, die außerhalb der Glasfläche angebracht werden, unterliegen in vielen Gemeinden einer Genehmigungspflicht. Informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen Bauamt über die lokalen Vorschriften.
Wie oft sollte ich die Exposés im Schaufenster wechseln?
Empfehlenswert ist ein Wechsel alle zwei bis drei Wochen. Planen Sie einen festen Rhythmus ein, beispielsweise jeden ersten und dritten Montag im Monat.
LED-Displays oder digitale Bildschirme — was ist besser?
Beide Systeme haben ihre Berechtigung. LED-Acryl-Displays sind wartungsärmer, verbrauchen weniger Strom und sind bei direktem Sonnenlicht besser lesbar. Digitale Displays bieten mehr Flexibilität bei den Inhalten und ermöglichen Videos, Animationen und automatische Aktualisierungen. Viele Makler kombinieren beide Systeme: LED-Displays für die dauerhaften Exposé-Aushänge und einen digitalen Bildschirm für dynamische Inhalte. Mehr dazu in unserem Vergleich digitales Schaufenster vs. LED-Displays.
Was kostet die komplette Schaufenstergestaltung für ein Immobilienbüro?
Die Gesamtkosten variieren stark je nach Größe und Ausstattung. Für ein mittelgroßes Schaufenster mit einem LED-Seilsystem, ordentlicher Beleuchtung und professionellen Exposés sollten Sie eine Investition im mittleren vierstelligen Bereich einplanen. Einstiegsfreundliche Komplettpakete bieten einen guten Ausgangspunkt, der bei Bedarf modular erweitert werden kann.
Wie viele Exposés sollte ich im Schaufenster zeigen?
Weniger ist oft mehr. Für ein durchschnittliches Schaufenster empfehlen sich sechs bis zwölf Exposés. Entscheidend ist, dass jedes einzelne Exposé gut sichtbar und lesbar bleibt. Überfüllte Schaufenster wirken chaotisch und überfordern den Betrachter. Wählen Sie Ihre besten Objekte aus und wechseln Sie regelmäßig durch.
Können LED-Displaysysteme auch in Mietobjekten installiert werden?
Ja. LED-Seilsysteme benötigen zwar Befestigungspunkte an der Decke, hinterlassen aber nur minimale Spuren, die sich beim Auszug leicht schließen lassen. Standdisplays kommen ganz ohne Montage aus und sind daher ideal für Mietobjekte. Klären Sie größere Installationen wie 3D-Buchstaben an der Fassade vorab mit Ihrem Vermieter.
Funktionieren LED-Displays auch bei starker Sonneneinstrahlung?
Hochwertige LED-Exposé-Displays sind so konzipiert, dass sie auch bei Tageslicht gut sichtbar sind. Die Hintergrundbeleuchtung ist stark genug, um auch bei direktem Sonnenlicht einen deutlichen Kontrast zu erzeugen. Bei Schaufenstern mit extremer Südausrichtung kann eine leichte Folierung der oberen Scheibenhälfte helfen, Blendeffekte zu reduzieren, ohne die Sichtbarkeit der Displays einzuschränken.