Immobilienexposé gestalten: Tipps für Druck, Layout und Präsentation

Das Immobilienexposé ist das wichtigste Verkaufsdokument eines Maklers. Es entscheidet darüber, ob ein Interessent einen Besichtigungstermin vereinbart oder zur nächsten Immobilie weiterklickt. Trotzdem investieren viele Makler erstaunlich wenig Zeit in die Gestaltung ihrer Exposés — ein Fehler, der bares Geld kostet. Denn ein professionell gestaltetes Exposé signalisiert Kompetenz, weckt Emotionen und hebt eine Immobilie aus der Masse heraus.

Ob in München-Schwabing, im Hamburger Elbvorort oder in der Bonner Südstadt: Kaufinteressenten vergleichen Objekte oft anhand der Exposés, noch bevor sie eine Immobilie besichtigt haben. Wer hier mit einem lieblos zusammengestellten PDF antritt, verliert nicht nur potenzielle Käufer — sondern riskiert auch, dass Eigentümer den Maklerauftrag an einen Wettbewerber vergeben, dessen Unterlagen überzeugender wirken.

Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie ein Immobilienexposé erstellen, das wirkt: vom Layout über die Bildauswahl bis zum Druck auf hochwertigem Spezialpapier und der Präsentation in LED-Displays. Die Tipps gelten für Wohnungsexposés ebenso wie für Gewerbeimmobilien, Mehrfamilienhäuser oder Grundstücke.

Spezialpapier für den Druck von Immobilienexposés

Hochwertiges Spezialpapier sorgt für brillante Farben beim Exposé-Druck.

Layout-Grundlagen: Format, Raster und Typografie

Ein überzeugendes Exposé beginnt nicht beim Text, sondern beim Layout. Die visuelle Struktur entscheidet in den ersten Sekunden darüber, ob ein Dokument professionell wirkt oder wie ein Aushang am Schwarzen Brett. Beim Immobilienexposé gestalten gilt deshalb: Weniger ist mehr — aber dieses Wenige muss sitzen.

Das richtige Format wählen

Das Standardformat für gedruckte Immobilienexposés ist DIN A4 im Hochformat. Es lässt sich problemlos per Post versenden, in Exposéauslagen präsentieren und auf jedem Drucker ausgeben. Für die Präsentation in LED-Displays sind auch DIN A3 (Hochformat oder Querformat) verbreitet — hier kommt es auf das jeweilige Displayformat an.

Raster und Weißraum

Arbeiten Sie mit einem klaren Gestaltungsraster. Ein zweispaltiges Layout bietet die beste Balance zwischen Lesbarkeit und Informationsdichte. Platzieren Sie Bilder großzügig — ein gutes Immobilienfoto braucht Raum, um zu wirken. Der häufigste Layoutfehler ist zu wenig Weißraum: Wenn Text, Bilder und Tabellen zu dicht zusammengepackt werden, wirkt das Exposé überladen und unprofessionell.

Halten Sie Seitenränder von mindestens 15 mm ein, bei hochwertigen Exposés 20–25 mm. Der Abstand zwischen Textblöcken und Bildern sollte konsistent sein — idealerweise ein fester Wert wie 8 oder 10 mm, der sich durch das gesamte Dokument zieht.

Typografie: Schriftarten und Schriftgrößen

Verwenden Sie maximal zwei Schriftarten: eine für Überschriften, eine für den Fließtext. Serifenlose Schriften wie Helvetica, Open Sans oder Montserrat wirken modern und sind gut lesbar. Der Fließtext sollte mindestens 10 pt groß sein, Überschriften 14–18 pt. Vermeiden Sie ausgefallene Dekoschriften — sie lenken vom Inhalt ab und wirken bei Immobilienexposés schnell unseriös.

Für Objektdaten (Wohnfläche, Zimmeranzahl, Preis) eignet sich eine tabellarische Darstellung mit ausreichend Zeilenabstand. Diese Kerndaten sollten auf der ersten oder zweiten Seite stehen, damit der Interessent sofort die wichtigsten Fakten erfasst.

Fotografie: Bilder, die Immobilien verkaufen

Kein Element eines Exposés hat mehr Einfluss auf die Wirkung als die Fotos. Studien zeigen, dass Immobilienanzeigen mit professionellen Fotos bis zu dreimal mehr Anfragen generieren als solche mit Amateuraufnahmen. Für Makler in wettbewerbsstarken Märkten wie Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart oder dem Münchner Umland ist professionelle Immobilienfotografie keine Option, sondern Pflicht.

Grundregeln für gute Immobilienfotos

  • Tageslicht nutzen: Fotografieren Sie bei natürlichem Licht, idealerweise am Vormittag oder späten Nachmittag. Alle Lampen einschalten für zusätzliche Wärme, aber niemals nur mit Kunstlicht arbeiten.
  • Weitwinkel, aber nicht übertreiben: Ein moderates Weitwinkelobjektiv (16–24 mm Vollformat) zeigt Räume großzügig, ohne sie zu verzerren. Extreme Weitwinkel unter 14 mm erzeugen unrealistische Proportionen, die bei der Besichtigung zu Enttäuschung führen.
  • Aufräumen und Home Staging: Persönliche Gegenstände, volle Mülleimer, unordentliche Kabel — all das hat auf Exposéfotos nichts zu suchen. Minimalistisch eingerichtete oder gestylte Räume wirken auf Fotos deutlich besser als überladene.
  • Stativ verwenden: Ein Stativ garantiert scharfe, verwacklungsfreie Aufnahmen und ermöglicht eine einheitliche Perspektive auf Brusthöhe — das wirkt natürlicher als Aufnahmen aus der Hüfte oder von oben.
  • Außenaufnahmen bei gutem Wetter: Die Fassade bei blauem Himmel fotografieren. Graue, bedeckte Tage lassen jede Immobilie trister wirken, als sie ist. Im Winter kann ein leichter Schneefall reizvoll wirken, Matsch und kahle Bäume eher nicht.

Bildauswahl und -reihenfolge

Beginnen Sie mit dem stärksten Foto — in der Regel eine Außenaufnahme der Immobilie bei gutem Licht. Es folgen Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Bad und weitere Räume. Schließen Sie mit Garten, Balkon oder der Umgebung. Acht bis zwölf Fotos sind für eine Wohnung ideal, zwölf bis achtzehn für ein Einfamilienhaus. Jedes Foto muss einen Mehrwert bieten — drei nahezu identische Aufnahmen des Wohnzimmers aus leicht verschiedenen Winkeln wirken nicht professionell, sondern beliebig.

Grundrisse

Ein maßstabsgetreuer, gut lesbarer Grundriss gehört in jedes seriöse Exposé. Viele Interessenten entscheiden anhand des Grundrisses, ob die Raumaufteilung zu ihren Bedürfnissen passt. Farbige, möblierte Grundrisse wirken moderner und geben einen besseren Eindruck der Raumnutzung als reine Strichzeichnungen.

Inhalt: Was ins Exposé gehört — und was nicht

Ein Immobilienexposé erstellen bedeutet auch, die richtigen Informationen auszuwählen. Zu viel Detail überfordert, zu wenig wirft Fragen auf, die den Interessenten verunsichern.

Pflichtangaben im Immobilienexposé

  • Energieausweis-Daten: Seit 2014 gesetzlich vorgeschrieben bei Immobilienanzeigen. Energiekennwert, Energieträger, Baujahr (bei Wohngebäuden) und Energieeffizienzklasse müssen im Exposé stehen.
  • Objektadresse oder Lagebeschreibung: Je nach Verkaufsstrategie die vollständige Adresse oder zumindest Stadtteil und ungefähre Lage.
  • Wohnfläche und Grundstücksgröße: In Quadratmetern, idealerweise nach aktueller Wohnflächenverordnung berechnet.
  • Zimmeranzahl, Baujahr, Etage
  • Kaufpreis oder Mietpreis (bei Mietobjekten inklusive Nebenkosten)
  • Provision: Höhe und Regelung (Käufer, Verkäufer oder geteilt)
  • Kontaktdaten des Maklers mit Impressum

Empfohlene Zusatzinformationen

  • Lagebeschreibung: Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, ÖPNV-Anbindung, Naherholung. Gerade bei Familien ist die Nähe zu Kitas und Schulen ein entscheidendes Kriterium.
  • Objektbeschreibung: Zustand, Ausstattungshighlights, letzte Renovierungen. Emotionale Sprache ist erlaubt, aber bleiben Sie ehrlich — Übertreibungen fallen spätestens bei der Besichtigung auf.
  • Hausgeld/Rücklage: Bei Eigentumswohnungen ein wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung.
  • Grundriss (siehe oben)
  • Lagekarte oder Umgebungsplan

Was Sie weglassen sollten

Vermeiden Sie nichtssagende Floskeln wie „Dieses Schmuckstück wird Sie begeistern!“ oder „Einmalige Gelegenheit!“. Solche Phrasen werden von Interessenten in Berlin-Mitte ebenso ignoriert wie in der ländlichen Eifel. Verzichten Sie auf irrelevante Details (Farbe der Steckdosen, Marke des Heizkessels) und auf negative Formulierungen. Schreiben Sie „ruhige Lage“ statt „kein Verkehrslärm“ und „pflegeleichter Garten“ statt „kleiner Garten“.

Druck: Papierarten, Spezialpapier und Druckqualität

Die Wahl des Papiers bestimmt maßgeblich, wie ein Exposé sich anfühlt und wirkt. Ein professionell gestaltetes Layout verliert seine Wirkung, wenn es auf dünnem 80g-Kopierpapier ausgedruckt wird. Umgekehrt kann hochwertiges Papier auch ein einfacheres Layout aufwerten.

Papiergewicht und Oberflächenstruktur

Für Immobilienexposés empfiehlt sich Papier mit einem Gewicht von mindestens 120 g/m², besser 160–200 g/m². Es liegt schwerer in der Hand, knickt nicht so leicht und vermittelt Wertigkeit. Bei der Oberfläche haben Sie die Wahl zwischen matt, seidenmatt und glänzend: Mattes Papier wirkt edel und ist blendungsfrei, kann Fotos aber etwas flacher erscheinen lassen. Glänzendes Papier bringt Farben zum Leuchten, zeigt aber schnell Fingerabdrücke. Seidenmatt ist der beste Kompromiss für die meisten Makler.

Spezialpapier für LED-Displays

Spezialpapier für den Druck von Immobilienexposés

Hochwertiges Spezialpapier sorgt für brillante Farben und optimale Lichtdurchlässigkeit in LED-Displays.

Wer seine Exposés in beleuchteten LED-Displays im Schaufenster präsentiert, sollte unbedingt auf geeignetes Spezialpapier setzen. Normales Druckerpapier wirkt in hinterleuchteten Displays blass und ungleichmäßig — die Fasern des Papiers werden sichtbar und die Farben verlieren ihre Brillanz.

Spezielles Exposé-Papier für LED-Displays ist so beschichtet, dass es Licht gleichmäßig durchlässt und Farben auch bei Hintergrundbeleuchtung kräftig und homogen wirken. Das Ergebnis: Fotos und Texte leuchten buchstäblich von innen heraus, und das Exposé erzielt die maximale Fernwirkung im Schaufenster. Dieses Papier ist auf handelsüblichen Tintenstrahldruckern verwendbar und erfordert keinen speziellen Druckprozess.

Druckqualität optimieren

Drucken Sie Exposés grundsätzlich in der höchsten verfügbaren Qualitätsstufe Ihres Druckers. Bei Tintenstrahldruckern sollten Sie die Einstellung „Foto“ oder „Beste Qualität“ wählen und das korrekte Papierprofil einstellen. Ein kalibrierter Monitor hilft, die Farbwiedergabe zwischen Bildschirm und Druck abzugleichen. Für größere Auflagen lohnt sich der Druck über eine Online-Druckerei — hier erhalten Sie eine konsistente Qualität und profitieren von professionellem Farbmanagement.

Wer regelmäßig Exposés druckt, sollte in einen guten Tintenstrahldrucker mit Pigmenttinten investieren: Pigmenttinten sind lichtechter und wasserfester als Dye-Tinten und bleichen in der Schaufensterauslage weniger schnell aus.

Präsentation: LED-Displays, Schaufenster und Auslagen

Das beste Exposé nützt wenig, wenn es in der Schublade liegt. Die Präsentation entscheidet darüber, wie viele Menschen Ihre Objekte wahrnehmen. Für Makler mit Ladenlokal ist das Schaufenster der wichtigste analoge Werbekanal — und LED-Displays haben die Art, wie Exposés dort präsentiert werden, grundlegend verändert.

Beleuchtete Exposéauslage mit LED-Display

Beleuchtete Exposéauslagen setzen Immobilienexposés wirkungsvoll in Szene.

LED-Displays: Hinterleuchtete Exposépräsentation

LED-Displays sind hinterleuchtete Rahmen, in die Exposéblätter eingelegt oder eingeclippt werden. Die gleichmäßige LED-Beleuchtung sorgt dafür, dass Immobilienfotos auch bei Dunkelheit, in schattigen Schaufenstern oder an bewölkten Tagen brillant wirken. Im Vergleich zu klassischen Aushängen mit Pinnnadeln oder Klebestreifen wirken LED-Displays um ein Vielfaches professioneller.

Die Displays gibt es in verschiedenen Formaten — von A4 für kompakte Aushänge bis A0 für großflächige Objektpräsentationen. Verschiedene Seilsysteme ermöglichen die freihängende Montage im Schaufenster, während Standdisplays flexibel im Raum oder auf dem Gehsteig positioniert werden können. Einen detaillierten Vergleich der verschiedenen Systeme finden Sie in unserem Ratgeber LED-Exposé-Displays im Vergleich.

Exposégestaltung für LED-Displays

Wenn Sie wissen, dass Ihr Exposé im LED-Display präsentiert wird, sollten Sie das Layout darauf abstimmen. Verwenden Sie kräftige Farben und hohe Kontraste — pastellige Töne und feine Grauabstufungen verlieren bei Hinterleuchtung an Wirkung. Platzieren Sie das Hauptfoto möglichst großflächig und reduzieren Sie den Text auf das Wesentliche: Objekttyp, Lage, Kerndaten und Preis. Denken Sie daran, dass Passanten das Exposé aus mehreren Metern Entfernung lesen — die Schriftgröße sollte entsprechend groß sein (mindestens 14 pt für Kerndaten, 24 pt oder größer für die Überschrift).

Schaufenstergestaltung für Makler

Das Schaufenster ist mehr als eine Sammelstelle für Aushänge. Es ist Ihre permanente Werbefläche, die 24 Stunden am Tag arbeitet — auch am Wochenende und nach Feierabend. Eine durchdachte Schaufenstergestaltung kombiniert LED-Displays mit Ihrem Branding und schafft einen einladenden Gesamteindruck. Makler in Lauflagen von Städten wie Augsburg, Regensburg, Freiburg oder Rostock profitieren besonders von einem attraktiven Schaufenster, da hier täglich hunderte Passanten vorbeigehen.

Ordnen Sie die Displays nach einem System: aktuelle Top-Objekte auf Augenhöhe, weitere Angebote darüber und darunter. Wechseln Sie die Aushänge regelmäßig — nichts wirkt so abgestanden wie ein vergilbtes Exposé, das seit Monaten im Fenster hängt. Mit hochwertigem Spezialpapier und UV-beständigen Tinten minimieren Sie zwar das Ausbleichen, aber ein regelmäßiger Austausch signalisiert Aktivität und ein volles Portfolio.

Digital vs. Print: Wann welches Format sinnvoll ist

In Zeiten von ImmoScout24, Kleinanzeigen und Social Media stellt sich die Frage: Braucht man überhaupt noch gedruckte Exposés? Die Antwort lautet: unbedingt — aber die Einsatzgebiete haben sich verändert.

Verschiedene LED-Displayformate für Immobilienexposés

LED-Displays gibt es in verschiedenen Formaten — von A4 bis A0, hoch- und querformat.

Stärken des gedruckten Exposés

  • Haptik und Wertigkeit: Ein gut gedrucktes Exposé auf schwerem Papier ist ein physisches Erlebnis. Es vermittelt Wertigkeit und bleibt als „Anker“ beim Interessenten liegen — anders als eine von 30 offenen Browser-Tabs.
  • Besichtigungstermine: Beim Vor-Ort-Termin ist ein gedrucktes Exposé unverzichtbar. Der Interessent kann Notizen machen, Seiten umblättern und das Dokument seinem Partner zu Hause zeigen.
  • Schaufenster und Auslagen: Für die Präsentation in Exposéauslagen und LED-Displays brauchen Sie gedruckte Versionen.
  • Akquise beim Eigentümer: Wenn Sie sich als Makler bei potenziellen Auftraggebern vorstellen, wirkt ein gedrucktes Referenzexposé überzeugender als ein Link zu einem Online-Portal.

Stärken des digitalen Exposés

  • Reichweite: Ein PDF lässt sich per E-Mail, WhatsApp oder über Portale an tausende Interessenten verteilen — ohne Druckkosten.
  • Interaktivität: Digitale Exposés können mit 360-Grad-Rundgängen, eingebetteten Videos und interaktiven Grundrissen angereichert werden.
  • Aktualität: Preisänderungen, neue Fotos oder aktualisierte Energiedaten lassen sich sofort einpflegen, ohne den gesamten Bestand neu zu drucken.
  • Tracking: Sie können messen, wie oft ein Exposé geöffnet wurde und wie lange Interessenten auf einzelnen Seiten verweilen.

Die hybride Strategie

In der Praxis fahren erfolgreiche Makler zweigleisig: Digitale Exposés für die Erstansprache und Portalvermarktung, gedruckte Exposés für Besichtigungen, Eigentümerakquise und die Schaufensterpräsentation. Beide Versionen sollten gestalterisch identisch sein — Ihre Printprodukte müssen die gleiche visuelle Qualität haben wie Ihr Online-Auftritt. Inkonsistenz zwischen Print und Digital untergräbt die Glaubwürdigkeit.

Ein wachsender Trend ist die Kombination beider Welten: Gedruckte Exposés mit QR-Code, der zur Online-Version mit Zusatzmaterial (Video, 360-Grad-Tour, Downloads) führt. So wird das Print-Exposé zum Einstiegspunkt in ein umfassenderes digitales Erlebnis. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Vergleich Digitales Schaufenster vs. LED-Displays.

Häufige Fehler beim Immobilienexposé — und wie Sie sie vermeiden

Selbst erfahrene Makler tappen bei der Exposégestaltung immer wieder in dieselben Fallen. Hier die häufigsten Fehler und ihre Lösungen:

Schlechte Fotos

Der Klassiker: Dunkle Handyfotos mit schiefem Horizont, sichtbarem Fingerabdruck auf der Linse oder dem Spiegelbild des Fotografen im Badezimmerspiegel. Investieren Sie in professionelle Fotografie oder zumindest in eine gute Kamera und ein Stativ. Für einen Makler in Hannover, Leipzig oder Nürnberg, der regelmäßig Objekte im Bestand hat, rechnet sich ein eigenes Equipment schnell.

Informationsüberflutung

Manche Exposés lesen sich wie ein technisches Datenblatt: Jedes Detail der Heizungsanlage, sämtliche Renovierungsdaten seit 1985 und die exakte Lage jeder Steckdose. Das Exposé ist kein Gutachten, sondern ein Verkaufsdokument. Beschränken Sie sich auf die Informationen, die für die Kaufentscheidung relevant sind, und bieten Sie bei Interesse ein ausführliches Datenblatt als Ergänzung an.

Kein einheitliches Corporate Design

Wenn jedes Exposé anders aussieht — mal mit Logo, mal ohne, mal in Blau, mal in Grün —, fehlt der Wiedererkennungswert. Erstellen Sie eine Exposé-Vorlage in Ihrem Corporate Design und verwenden Sie diese konsequent. Farben, Schriftarten, Logoposition und Layoutraster sollten bei jedem Objekt identisch sein. So wird Ihr Exposé zur Visitenkarte und stärkt Ihre Marke.

Fehlende oder veraltete Energieausweis-Daten

Ein Verstoß gegen die Pflichtangaben aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) bzw. dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) kann Bußgelder nach sich ziehen. Prüfen Sie bei jedem Exposé, ob alle gesetzlich vorgeschriebenen Energiedaten enthalten sind — bevor es gedruckt oder online gestellt wird.

Minderwertiger Druck

Ein Exposé auf dünnem Kopierpapier mit streifigen Tintenstrahldrucken signalisiert dem Eigentümer: Dieser Makler spart am falschen Ende. Und dem Interessenten: Dieses Objekt ist offenbar nicht so viel wert. Investieren Sie in gutes Papier und einen qualitativ hochwertigen Druck. Die Mehrkosten pro Exposé liegen bei wenigen Cent — der Effekt auf die Wahrnehmung ist enorm.

Keine Handlungsaufforderung

Erstaunlich viele Exposés enden ohne klare Aufforderung an den Interessenten. Formulieren Sie am Ende eine eindeutige Einladung: „Vereinbaren Sie jetzt Ihren persönlichen Besichtigungstermin“ mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Machen Sie es dem Interessenten so einfach wie möglich, den nächsten Schritt zu gehen.

Exposé-Vorlage: So entwickeln Sie Ihr eigenes Template

Wer regelmäßig Exposés erstellt, braucht eine wiederverwendbare Vorlage. Eine gute Exposé Immobilien Vorlage spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für ein konsistentes Erscheinungsbild über alle Objekte hinweg.

Aufbau einer bewährten Exposévorlage

  • Seite 1 — Titelseite: Hauptfoto im Großformat, Objektbezeichnung, Lage, Preis, Ihr Logo
  • Seite 2 — Objektdaten: Eckdaten in Tabellenform (Fläche, Zimmer, Baujahr, Energiedaten, Preis, Provision)
  • Seite 3–4 — Fotogalerie: Hochwertige Innen- und Außenaufnahmen mit Bildunterschriften
  • Seite 5 — Grundriss und Lage: Grundrisszeichnung und Lagekarte/Umgebungsplan
  • Seite 6 — Beschreibung und Kontakt: Objektbeschreibung, Lagebeschreibung, Kontaktdaten, Impressum, Handlungsaufforderung

Diese Struktur lässt sich in Programmen wie InDesign, Canva, PowerPoint oder auch Word umsetzen. Wichtig ist, dass die Vorlage so aufgebaut ist, dass Sie lediglich Texte, Bilder und Daten austauschen müssen — das Layout selbst bleibt gleich. Wer zusätzliche Printprodukte wie Flyer oder Mailings benötigt, sollte auch diese im selben Corporate Design anlegen.

Häufige Fragen zum Immobilienexposé

Welche Informationen müssen in ein Immobilienexposé?

Pflicht sind die Energieausweis-Daten nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG): Energiekennwert, Energieträger, Baujahr und Energieeffizienzklasse. Darüber hinaus gehören Wohnfläche, Grundstücksgröße, Zimmeranzahl, Baujahr, Kaufpreis, Provision und Kontaktdaten des Maklers in jedes Exposé. Empfohlen werden außerdem Grundriss, Lagebeschreibung und eine aussagekräftige Objektbeschreibung.

Welches Papier eignet sich am besten für den Exposé-Druck?

Für die Abgabe an Interessenten und bei Besichtigungen empfiehlt sich seidenmattes Papier mit 160–200 g/m². Für die Präsentation in LED-Displays sollten Sie spezielles Spezialpapier verwenden, das für Hinterleuchtung optimiert ist und Farben besonders brillant zur Geltung bringt.

Wie viele Fotos sollte ein Exposé enthalten?

Für eine Wohnung sind acht bis zwölf Fotos sinnvoll, für ein Einfamilienhaus zwölf bis achtzehn. Jedes Foto sollte einen neuen Aspekt des Objekts zeigen. Qualität geht immer vor Quantität — lieber acht hervorragende Aufnahmen als zwanzig mittelmäßige. Ein Grundriss sollte in jedem Fall enthalten sein.

Lohnt sich professionelle Immobilienfotografie?

Ja, in den meisten Fällen. Professionelle Fotos kosten je nach Region und Umfang zwischen 150 und 500 Euro und steigern nachweislich die Anfragerate und die erzielbare Verkaufsgeschwindigkeit. Für Makler, die regelmäßig Objekte vermarkten, kann sich auch die Anschaffung einer eigenen Kameraausrüstung mit Weitwinkelobjektiv und Stativ lohnen.

Wie präsentiere ich Exposés optimal im Schaufenster?

Die wirkungsvollste Methode sind LED-Displays, die Ihre Exposés hinterleuchten und auch bei Dunkelheit sichtbar machen. In Kombination mit Spezialpapier für Hinterleuchtung erzielen Sie die beste Farbwirkung. Ordnen Sie Top-Objekte auf Augenhöhe an und wechseln Sie die Aushänge regelmäßig.

Was ist der Unterschied zwischen einem Exposé für Print und für LED-Displays?

Das Exposé für LED-Displays ist in der Regel eine einseitige, vereinfachte Version mit Hauptfoto, Kerndaten und Kontaktinformationen — gestaltet für die Fernwirkung mit großer Schrift und starken Kontrasten. Das vollständige Print-Exposé dagegen ist ein mehrseitiges Dokument mit allen Details, das bei Besichtigungen und in der persönlichen Beratung eingesetzt wird. Beide Versionen sollten im gleichen Corporate Design gestaltet sein.

Brauche ich eine Exposé-Vorlage oder kann ich jedes Exposé individuell gestalten?

Eine einheitliche Vorlage ist dringend empfohlen. Sie spart Zeit, sorgt für ein konsistentes Markenbild und verhindert, dass Pflichtangaben vergessen werden. Die Vorlage gibt das Layout, die Farben und die Struktur vor — nur Texte, Bilder und Objektdaten werden für jedes Objekt neu eingesetzt.

Kann ich Exposés auf einem normalen Bürodrucker drucken?

Ja, sofern es sich um einen guten Tintenstrahldrucker mit Pigmenttinten handelt und Sie hochwertiges Papier verwenden. Für die Präsentation in LED-Displays sollten Sie auf geeignetes Spezialpapier achten. Bei größeren Auflagen oder besonders hohen Qualitätsansprüchen lohnt sich der Druck über eine professionelle Druckerei.